Hey! Du liest Feeding the Family – deinen wöchentlichen Newsletter rund ums Kochen mit und für die Familie. Immer echt, immer regional, immer mit Herz. Hier findest du Ideen fürs Meal Prep, das beste Schulbrot und Inspiration, noch mehr Neues auszuprobieren. Schön, dass du dabei bist ❤️
Und mal ehrlich: Der Familienalltag ist oft ganz schön turbulent – zwischen Job, Kita, Schule und Haushalt bleibt das Kochen manchmal auf der Strecke. Aber genau deshalb sitzen wir alle im selben Boot. Niemand hat immer die perfekte Lösung oder endlos Zeit, und das ist völlig okay. Hier bekommst du Ideen, die einfach umsetzbar sind, den Stress rausnehmen und gleichzeitig allen schmecken. Weil gemeinsames Essen nicht perfekt sein muss, sondern vor allem verbindet.
Los geht’s—Reni
Diese Woche
Ich schulde euch noch einen Bericht. Letzte Woche war ich zu erschöpft um ihn zu schreiben — diese Woche bin ich es auch, aber ein bisschen weniger.
Leute, ich war aufgeregt. So richtig. Am Abend vor der Einschulung liefen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren und an Schlaf war bei mir kaum zu denken. Wie kann dieser Junge bitte schon eingeschult werden?
Der Morgen lief dann ganz nach unserem persönlichen Zeitmanagement-Konzept: erst zu lange rumdödeln, dann Stress bekommen. 😅 An der Schule natürlich kein Parkplatz – zum Glück haben wir eine Familie, auf die man zählen kann und die notfalls zu zehnt einen Parkplatz verteidigt.
Dann wunderbare Reden, ein toller Chor, ein Theaterstück – und mein großer Junge, der völlig locker auf die Bühne ging und später alleine Richtung Klassenzimmer marschierte. Vorher schaute er mich noch einmal an und flüsterte: „Aber bitte nicht wieder heulen.“ 😂
Zu Hause trudelten peu à peu unsere Gäste ein. Mittags gab es Gazpacho für die Großen und Milchreis mit Apfelmus für die Kiddies – alles portionsweise in Weckgläsern vorbereitet. Die Gazpacho kam so gut an, dass irgendwann auf Löffel verzichtet und direkt aus den Gläsern getrunken wurde. Größeres Suppen-Kompliment gibt’s wohl nicht.
Wir haben gegessen, gelacht, getrunken und gefeiert. Und irgendwann saß ich da und dachte nur: Wie sehr kann man einen Jungen eigentlich lieben? So viele Menschen waren gekommen, um diesen großen Tag mit ihm zu feiern – und mein Herz war einfach randvoll mit Liebe und Stolz.
Ein bisschen chaotisch, sehr lecker, ziemlich emotional – und genau richtig. ❤️
Was mich die Woche danach wirklich beschäftigt hat: nicht der große Moment in der Schule. Sondern der Montag morgen. Das erste Schulbrot. Die erste echte Brotdose. Das ist der Moment wo der Alltag anfängt — und wo man merkt ob man vorbereitet ist oder nicht.
Vom Markt
Dinkel — das Getreide das Weizen fast vergessen ließ
Dinkel ist kein Trend und kein Superfood — er ist eines der ältesten angebauten Getreide Europas, das über Jahrhunderte von Weizen verdrängt wurde weil er weniger Ertrag gibt und schwieriger zu verarbeiten ist. Genau das macht ihn interessant: er wurde nie auf maximalen Ertrag gezüchtet und ist weitgehend in seiner ursprünglichen Form geblieben.
Für das Schulbrot ist Dinkel aus einem konkreten Grund besser: mehr Eiweiß als Weizen, ein anderes Kleberprotein-Profil, und von vielen Menschen mit Weizenunverträglichkeit besser verträglich. Kein Ersatz für glutenfreies Backen — aber ein echter Unterschied im Alltag.
Dinkel 630 vs. Vollkorn: Type 630 ist das helle Dinkelmehl — backstark, milder Geschmack. Vollkorndinkel enthält die ganze Kornschale — mehr Nährstoffe, intensiverer Geschmack. Beide zusammen wie in diesem Rezept ist die beste Kombination.
Semola: Hartweizengrieß, fein gemahlen — gibt dem Brot eine besondere Krume, leicht gelblich, mit mehr Biss. Im Supermarkt als "Hartweizengrieß" oder "Semola di grano duro" zu finden.
Kartoffel im Brot: Gekochte Kartoffel macht Brot länger frisch, gibt eine weiche Krume und hält das Brot saftig ohne es klebrig zu machen. Zusammen mit dem Joghurt ergibt das ein Brot das am dritten Tag noch gut ist.
Frische Hefe: Gibt ein besseres Aroma. Wer keine hat: 2g Trockenhefe ersetzen 6g frische Hefe — einfach in etwas Wasser einrühren und 10 Minuten warten.
Das beste Schulbrot beginnt nicht mit dem Belag. Es beginnt mit dem Brot.
Gut für dich

Heute auf dem Tisch
Das Brot hinter dem Schulbrot. Kartoffel macht die Krume weich, Dinkel gibt den Charakter, Semola gibt den Biss, Joghurt gibt die Frische. Ein Laib hält eine Woche — und wird mit jedem Tag besser.
Kartoffel-Dinkel-Brot mit Semola & Joghurt
Das ist kein schnelles Brot — es braucht Zeit. Aber fast keine davon ist aktive Arbeitszeit. Der Teig macht sich selbst, die Hefe arbeitet über Nacht wenn alle schlafen, und der Ofen den Rest am nächsten Morgen. Das Ergebnis ist ein Brot das man kaufen würde wenn man es in einer guten Bäckerei sähe.

So wird's gemacht
Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln kochen, ausdämpfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken — nicht stampfen, damit keine Klumpen bleiben. Vollständig abkühlen lassen bevor sie in den Teig kommen.
Hefe auflösen: Frische Hefe in lauwarmen Wasser auflösen — kurz verrühren bis sie sich aufgelöst hat.
Teig mischen: Alle Mehle, Semola und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Kartoffeln, Joghurt, Hefewasser und Olivenöl dazugeben. Alles zu einem Teig verbinden — erst mit einem Löffel, dann mit den Händen. Der Teig ist weich und leicht klebrig — das ist richtig so.
Kneten: 8–10 Minuten von Hand oder 6 Minuten mit der Küchenmaschine kneten bis der Teig glatt und elastisch ist und sich vom Schüsselrand löst.
Über Nacht gehen lassen: Teig in einer geölten Schüssel abdecken und 8–12 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Die lange, kalte Gärung entwickelt das Aroma das kurze Gehzeiten nicht erreichen.
Formen: Teig aus dem Kühlschrank nehmen, 30 Minuten akklimatisieren lassen. Auf einer bemehlten Fläche zu einem runden oder länglichen Laib formen — nicht zu viel kneten, die entstandenen Gärblasen sollen erhalten bleiben.
Backen: Ofen mit einem Gusseisentopf auf 250 Grad vorheizen — mindestens 45 Minuten. Brot in den heißen Topf legen, Deckel drauf, 20 Minuten backen. Dann Deckel ab, Temperatur auf 220 Grad, nochmal 20–25 Minuten bis die Kruste tief goldbraun ist. Auf einem Gitter mindestens 1 Stunde abkühlen lassen.


Schoko-Dattel-Kugeln – jetzt auch Brotdosen-approved 🍫
Die Schoko-Dattel-Kugeln kennt ihr vielleicht noch aus meiner Marathon-Ausgabe. Seitdem sind sie hier zum absoluten Dauerbrenner geworden und werden quasi täglich konsumiert: vor dem Sport, zwischendurch gegen den kleinen Hunger oder neuerdings auch in der Brotdose.
Einfach ein paar Kugeln mit frischem Obst und ein paar Walnüssen einpacken – fertig ist ein ziemlich guter Snack.
Und weil Kinder bekanntlich die härtesten Food-Kritiker sind, hier das Feedback meines Sohnes nach der Schule:
„Das war heute mein Highlight in der Brotdose.“
Na dann. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen. 😄 Probiert sie aus!
Familienküche mit System
Drei Dinge aus dieser Woche
Brot backen ist kein Wochenendhobby — es ist Wochenvorbereitung
Ein Laib Kartoffel-Dinkel-Brot am Sonntag reicht für die ganze Schulwoche. Aktive Backzeit: 20 Minuten. Den Rest macht der Kühlschrank und der Ofen. Wer einmal den Rhythmus hat bäckt jeden Sonntag — nicht weil es aufwändig ist, sondern weil es sich lohnt.
Dattel-Bällchen einmal, fünf Tage Snack
10 Minuten am Sonntag, 12–15 Bällchen, jeden Tag eine in die Dose. Das ist der günstigste Zeitaufwand der ganzen Woche — und der Snack der am zuverlässigsten gegessen wird. Wer einmal anfängt macht sie jede Woche.
Der erste Schultag endet nicht um 12
Er endet am nächsten Morgen wenn man das zweite Schulbrot macht. Und am übernächsten. Die Einschulung ist ein Moment — das Schulbrot ist der Alltag. Und der Alltag ist das was zählt.

Reni’s Ecke
Eure Antworten: Was habt ihr nach eurer Einschulung gegessen? Häufigste Antwort: Kuchen. Zweithäufigste: keine Ahnung, war zu aufgeregt. Das klingt richtig.
Was ich gerade teste: Schulbrot mit selbstgemachtem Hummus und gerösteter Paprika als Aufstrich — klingt zu fancy, ist es nicht. Ergebnis kommt wenn ich weiß ob es auch wirklich gegessen wird.
Frage an euch: Was ist das eine Schulbrot das bei euren Kindern immer funktioniert — ohne Diskussion, ohne Rest? Antwortet auf diese Mail. Ich sammle für eine Schulbrot-Sammelausgabe im Winter.
Neue Fragen: Ich hab diese Woche zum ersten Mal "wie war die Schule?" gefragt und "gut" als Antwort bekommen. Das ist der Anfang von allem.
Update vom letzten Mal: Die Gazpacho war am nächsten Tag tatsächlich besser — intensiver, runder. Über Nacht im Kühlschrank ist der richtige Weg.
Want chef-crafted, dietitian-designed meals ready in 2 minutes?
Try Factor, America's #1 ready-to-eat meal delivery service.
Made from ingredients you recognize. Whole food. Nothing unnecessary. Let’s eat real.
Get 50% off your first Factor box + Free Breakfast for a year *1 free breakfast item per box for 1 year while subscription active.

Wie fandest du den Newsletter heute?
Ich freue mich über ehrliches Feedback; Antwortet mir dazu bitte einfach auf diesen Newsletter. Ich lese alles und melde mich so schnell es geht bei euch zurück.




