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Hey! Du liest Feeding the Family – deinen wöchentlichen Newsletter rund ums Kochen mit und für die Familie. Immer echt, immer regional, immer mit Herz. Hier findest du Ideen fürs Meal Prep, das beste Schulbrot und Inspiration, noch mehr Neues auszuprobieren. Schön, dass du dabei bist ❤️

Und mal ehrlich: Der Familienalltag ist oft ganz schön turbulent – zwischen Job, Kita, Schule und Haushalt bleibt das Kochen manchmal auf der Strecke. Aber genau deshalb sitzen wir alle im selben Boot. Niemand hat immer die perfekte Lösung oder endlos Zeit, und das ist völlig okay. Hier bekommst du Ideen, die einfach umsetzbar sind, den Stress rausnehmen und gleichzeitig allen schmecken. Weil gemeinsames Essen nicht perfekt sein muss, sondern vor allem verbindet.


Los geht’s—Reni

Diese Woche

Es gibt diesen einen Moment im September oder Oktober wo man morgens die Tür aufmacht und es riecht anders. Nicht mehr nach Sommer. Kühler, feuchter, etwas Holz in der Luft. Das ist der Moment wo ich weiß dass jetzt Kürbiszeit ist.

Der Hokkaido steht seit zwei Wochen auf dem Markt — aber erst jetzt, wenn die Abende wirklich kalt werden, macht er wirklich Sinn. Als Suppe mit Kokosmilch, cremig und leicht exotisch, die sich mit einem Topf in 30 Minuten macht. Als kaltgepresster Saft der nach Herbst schmeckt. Und dazu Zimtschnecken, weil es jetzt auch die Jahreszeit ist wo man backt.

Und die sauren Gurken. Die machen wir eigentlich jedes Jahr zu dieser Zeit, wenn die letzten Gartengurken da sind und der Sommer wirklich vorbei ist. Ein Glas davon auf dem Tisch und der Herbst kann kommen.

Vom Markt

Der Hokkaido, der einzige Kürbis den man nicht schälen muss

Es gibt Dutzende Kürbissorten, aber der Hokkaido ist der einzige der im Alltag wirklich funktioniert. Der Grund ist simpel: die Schale ist so dünn und weich dass man sie mitessen kann. Kein Schälen, kein Kämpfen mit hartem Kürbisfleisch, kein rutschendes Messer. Einfach waschen, halbieren, Kerne raus, würfeln.

Dazu kommt ein Geschmack der intensiver und nussiger ist als bei anderen Kürbissorten und eine leuchtend orange Farbe die im Topf, im Ofen und auf dem Teller immer schön aussieht.

  • Schale mitessen: Die dünne Schale des Hokkaidos wird beim Kochen oder Rösten weich — kein bitterer Eigengeschmack, kein zähes Kauen. Für die Suppe alles dranlassen, für Ofenkürbis ebenfalls.

  • Kerne nicht wegwerfen: Kürbiskerne waschen, trockenreiben, mit Olivenöl und Salz in der Pfanne rösten. Das dauert 5 Minuten und ergibt den besten Suppentopping den man sich vorstellen kann.

  • Saison: September bis November — jetzt auf dem Höhepunkt. Als Lagerobst bis in den Januar haltbar, kühl und trocken gelagert.

  • Einfrieren: Gewürfelt einfrieren — direkt aus dem Gefrierer in die Suppe, kein Auftauen nötig. Hält 6 Monate.

  • Woran man Qualität erkennt: Feste, unbeschädigte Schale, schwer für seine Größe, tieforangerot. Ein Hokkaido der leicht ist hat zu viel Wasser verloren.

Der Hokkaido ist das demokratischste Gemüse des Herbstes, er verzeiht fast jeden Fehler und sieht dabei immer gut aus.

Gut für dich

Heute auf dem Tisch

Eine Suppe die sich selbst macht. Kürbis rösten, pürieren, Kokosmilch dazu - das ist der Kern. Der Rest ist Gewürze und Timing.

Hokkaido-Suppe mit Kokosmilch, Ingwer & gerösteten Kürbiskernen

Kürbis und Kokosmilch sind eine Kombination die funktioniert weil beide von Natur aus süßlich sind und weil der Ingwer und die Gewürze genau diese Süße in etwas Komplexeres verwandeln. Die Suppe ist cremig ohne Sahne, sättigend ohne schwer zu sein, und schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt noch besser.

So wird's gemacht

  1. Kürbis vorbereiten: Hokkaido waschen, halbieren, Kerne herauslöffeln (Kerne aufbewahren). Nicht schälen, die Schale bleibt dran. In grobe Würfel schneiden.

  2. Anbraten: Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel dazugeben, 1 Minute mitbraten bis es duftet.

  3. Kürbis dazu: Kürbiswürfel in den Topf, kurz anbraten, dann Brühe und Kokosmilch dazugießen. Aufkochen, Hitze reduzieren, 20 Minuten köcheln bis der Kürbis weich ist.

  4. Pürieren: Mit dem Stabmixer direkt im Topf sehr fein pürieren. Die Schale des Hokkaidos vollständig püriert hinterlässt keine Stücke. Zitronensaft unterrühren und abschmecken.

  5. Kürbiskerne rösten: Gewaschene Kerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten rösten bis sie leicht goldbraun sind und springen. Mit Salz und etwas Olivenöl schwenken.

  6. Servieren: Suppe in tiefen Schüsseln, Kürbiskerne drüber, einen Schuss Kokosmilch für den Look, Chiliflocken für alle die es mögen.

Familienküche mit System

Drei Dinge aus dieser Woche

  1. Hokkaido nie schälen — das ist keine Faulheit

    Die Schale des Hokkaidos ist so dünn dass sie beim Kochen vollständig weich wird und sich problemlos mitpürieren lässt. Kein Schälen bedeutet weniger Arbeit, weniger Abfall, und mehr Nährstoffe — die meisten sitzen direkt unter der Schale. Wer trotzdem schält verliert nicht nur Zeit sondern auch den besten Teil.

  2. Mehr kochen — einfrieren — und bei Bedarf einfach auftauen

    Familienküche muss nicht jeden Tag bei null anfangen. Wer beim Kochen gleich größere Mengen macht, hat automatisch einen Vorrat für stressige Tage. Eine Portion für heute, zwei für den Tiefkühler. Wenn es schnell gehen muss, nur noch auftauen, aufwärmen und fertig. So wird aus einmal Kochen mehrere entspannte Mahlzeiten.

  3. Der Herbst braucht Rituale — auch in der Küche

    Zimtschnecken backen wenn es kalt wird. Saure Gurken einlegen wenn die letzte Ernte da ist. Kürbissuppe kochen wenn der erste Frost kommt. Das sind keine Rezepte — das sind Rituale die den Jahreswechsel spürbar machen. Kinder die dabei aufwachsen verbinden Jahreszeiten mit Gerüchen und Geschmäckern die ein Leben lang bleiben.

Reni’s Ecke

  • Eure Antworten: Das Schulbrot das immer gegessen wird?! Die häufigste Antwort war Butter, Salat mit Gurke, gefolgt von Frischkäse mit Paprika. Kein Experiment, keine Überraschung. Verlässlichkeit gewinnt. Ich sammle weiter — im Winter kommt die Sammelausgabe.

    Was ich gerade teste: Kürbis-Chutney mit Apfel und Ingwer — als Begleitung zu Käse. Erste Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Kommt wenn das Rezept steht.

    Frage an euch: Habt ihr ein Herbstritual in der Küche — etwas das ihr jedes Jahr macht wenn die Saison wechselt? Antwortet auf diese Mail.

    Die Kürbiskerne die bei der Suppe übrig bleiben — röstet sie. Es dauert fünf Minuten und macht aus einem Abfallprodukt den besten Snack der Woche.

    Update vom letzten Mal: Die Dattel-Schoko-Bällchen haben mehrere von euch ausprobiert — und fast alle schreiben dass sie jetzt jede Woche gemacht werden. Das freut mich wirklich.

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