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Hey!
Du liest Feeding the Family – deinen wöchentlichen Newsletter rund ums Kochen mit und für die Familie. Immer echt, immer regional, immer mit Herz. Hier findest du Ideen fürs Meal Prep, das beste Schulbrot und Inspiration, noch mehr Neues auszuprobieren. Schön, dass du dabei bist ❤️

Und mal ehrlich: Der Familienalltag ist oft ganz schön turbulent – zwischen Job, Kita, Schule und Haushalt bleibt das Kochen manchmal auf der Strecke. Aber genau deshalb sitzen wir alle im selben Boot. Niemand hat immer die perfekte Lösung oder endlos Zeit, und das ist völlig okay. Hier bekommst du Ideen, die einfach umsetzbar sind, den Stress rausnehmen und gleichzeitig allen schmecken. Weil gemeinsames Essen nicht perfekt sein muss, sondern vor allem verbindet.


Los geht’s—Reni

Diese Woche

Es gibt diesen einen Moment im Sommer, den ich jedes Jahr wieder suche: wenn man beim Obstbauern steht, die Sonne auf die Bäume scheint, und man anfängt Kirschen direkt vom Zweig in den Mund zu stecken bevor man ßberhaupt zum Bezahlen kommt. Das Alten Land bei Hamburg ist fßr mich genau dieser Ort.

Diese Woche war ich auf dem Markt in Cuxhaven—und ein Stand hatte Kirschen die so aussahen wie Kirschen immer aussehen sollten: prall, dunkelrot, prall sitzend am Stiel. Keine Delle, kein matter Schimmer. Echte Knupper. Ich hab mehr mitgenommen als ich dachte.

Daraus ist dann einiges geworden: ein Kirsch-Quark-Streuselkuchen, eine schnelle Kirschmarmelade, und — weil diese Woche auch noch eine selbstgemachte Pizza auf der Terrasse stattgefunden hat — ein Tipp zu dem Pizzateig der dabei war.

Vom Markt

Die Kirsche—kurzes Fenster, langer Nachgeschmack

Juni bis August ist Kirschsaison — danach ist sie vorbei bis zum nächsten Jahr. Wer jetzt kauft und einfriert, hat bis in den Winter hinein frische Kirschen für Kuchen, Saucen und Kompott. Wer wartet, wartet ein Jahr.

Der Unterschied zwischen Supermarkt-Kirschen und Kirschen direkt vom Obstbauern ist einer der größten Unterschiede die es im Sommer gibt. Frisch gepflückte Kirschen halten ihre Süße nur wenige Tage — was im Supermarkt ankommt hat diese Süße oft schon hinter sich. Wer einen Wochenmarkt hat: jetzt hingehen. Das Wetter am Markttag war übrigens so nasskalt, wie es auf dem Bild aussieht 😂

  • Frische erkennen: Stiel grĂźn und elastisch — nicht braun und trocken. Beere prall und glänzend. Dunkle Farbe bedeutet mehr Reife, mehr Süße, mehr Anthocyane.

  • Süßkirsche vs. Sauerkirsche: Süßkirschen (Knupper) direkt essen oder backen. Sauerkirschen (Weichsel) fĂźr Marmelade, Kompott und Saucen — intensiver im Geschmack, weniger zum Rohessen.

  • Einfrieren: Entstielen, waschen, trockentupfen — auf einem Tablett einzeln einfrieren, dann in Beutel. Hält 10 Monate. Direkt aus dem Gefriergerät in den Kuchen oder die Sauce.

  • Warum bio lohnt: Kirschen werden mit Schale gegessen und sind konventionell oft stark behandelt. Direktkauf beim Obstbauern (Hof Hadler in diesem Fall) ist die beste Alternative wenn bio nicht verfĂźgbar ist.

  • Kinder Ăźberzeugen: Fast immer kein Problem. Kerne sind die einzige Herausforderung — ein Kirschentkerner ist eine der sinnvollsten KĂźcheninvestitionen fĂźr Familien.

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Eine Kirsche die man direkt vom Baum isst schmeckt nach Sommer. Eine die drei Tage in der KĂźhltheke lag schmeckt nach Kirsche. Das ist nicht dasselbe.

Gut fĂźr dich

Kirschen sind mehr als süßer Sommersnack — sie enthalten einen der stärksten natürlichen Entzündungshemmer die es in heimischem Obst gibt. Was drin steckt und warum das relevant ist.

Heute auf dem Tisch

Ein Kuchen der aussieht als hätte man den ganzen Nachmittag in der Küche gestanden—und ihn in etwa einer Stunde macht. Der Boden ist gleichzeitig die Streusel. Die Füllung trägt sich selbst. Und die Kirschen machen den Rest.

Frischer Kirsch-Quark-Streuselkuchen

Der Trick bei diesem Kuchen: ein Teig fĂźr Boden und Streusel. Ein Drittel in die Form drĂźcken, der Rest bleibt als Streusel oben drauf. Dazwischen eine Quark-Schmand-FĂźllung die beim Backen cremig und fest zugleich wird. Und ganz oben: frische Kirschen die beim Backen leicht karamellisieren.

So wird’s gemacht

  1. Ofen vorheizen: 175 Grad Ober-/Unterhitze. Springform (26cm) einfetten und mit Mehl bestäuben.

  2. Streuselteig: Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker und Salz mischen. Weiche Butter in Stücken dazugeben und mit den Händen oder dem Knethaken zu einem krümeligen Streuselteig verarbeiten — er soll nicht glatt werden, sondern locker und krümelig bleiben.

  3. Boden formen: Zwei Drittel des Streusels in die Springform geben und zu einem gleichmäßigen Boden andrücken — auch einen kleinen Rand hochziehen. Den Rest Streusel beiseite stellen.

  4. Quarkfüllung: Quark, Schmand, Zucker, Puddingpulver, Vanillezucker und Zitronensaft glatt rühren. Auf dem Streuselboden gleichmäßig verteilen.

  5. Kirschen und Streusel: Entsteinten Kirschen auf der Quarkmasse verteilen. Restliche Streusel großzügig darüber bröseln.

  6. Backen: 38–42 Minuten auf mittlerer Schiene bis die Streusel goldbraun sind. Stäbchenprobe in der Quarkmasse — sie soll leicht wackeln, aber nicht mehr flüssig sein. Im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür 10 Minuten nachziehen lassen.

  7. Abkühlen: Mindestens 1 Stunde abkühlen lassen bevor der Springformrand geöffnet wird — die Quarkmasse setzt sich noch. Lauwarm oder kalt servieren, beides gut.

Dann war da noch die Pizza auf der Terrasse 🍕

Nicht mit Kirschen — aber aus demselben Sommer. Letztes Wochenende haben wir einen 24h-Pizzateig aus dem Pizzaofen auf der Terrasse gemacht, nach einem Rezept von Teichners Pizza Palace. Der Teig ist das Beste was ich je aus einem Heimofen rausgeholt habe: wenig Hefe, langes Gehen, perfekte Kruste. Schaut euch das mal an.

FamilienkĂźche mit System

Drei Dinge aus dieser Woche

  1. Ein Teig für Boden und Streusel — nie zwei verschiedene machen

    Der Streuselteig des Kuchens ist gleichzeitig der Boden. Ein Drittel reindrĂźcken, zwei Drittel drĂźberbrĂśseln. Das spart einen kompletten Arbeitsschritt, eine SchĂźssel und etwa 15 Minuten. Dieses Prinzip gilt fĂźr fast jeden Streusel- oder MĂźrbeteigkuchen.

  2. Jetzt Kirschen einfrieren — im Winter dankbar sein

    Kirschen sind jetzt auf dem Höhepunkt und im August vorbei. Wer jetzt eine größere Menge kauft, entsteint und einfriert, hat bis April frische Kirschen für Kuchen, Marmeladen und Saucen. Eine Stunde Aufwand jetzt erspart ein Jahr warten.

  3. Wenig Hefe, viel Zeit — besser als viel Hefe, wenig Zeit

    Der Pizzateig von Teichners zeigt das Prinzip das auch für alle anderen Hefeteige gilt: je weniger Hefe und je länger die Gehzeit, desto komplexer der Geschmack. 0,5g Hefe über 24 Stunden entwickeln mehr Aroma als 10g Hefe in 1 Stunde. Das gilt für Pizza, Focaccia und Brot gleichermaßen.

Reni’s Ecke

  • Eure Antworten: Fast alle kombinieren Melone bisher nur pur oder als Snack. Genau ein Drittel hat Melone mit Prosciutto schon probiert — und alle die es haben, kommen nicht mehr davon weg. Mission erfĂźllt.

  • Was ich gerade teste: Kirschsauce herzhaft — mit Rotwein, Thymian und etwas Butter — zu gegrilltem Fleisch. Klingt ungewĂśhnlich, funktioniert nach demselben Prinzip wie Melone und Prosciutto. Ergebnis kommt.

  • Frage an euch: Habt ihr einen Pizzaofen auf der Terrasse oder macht ihr Pizza im normalen Backofen? Was ist euer Trick fĂźr eine knusprige Kruste? Antwortet auf diese Mail.

  • Wer noch keine Kirschen hatte diese Saison: die nächsten 2–3 Wochen sind die letzten. Danach kommt das Steinobst der Pflaume und Zwetschge — auch gut, aber eine andere Sache.

  • Update vom letzten Mal: Wassermelonen-Gazpacho ist fertig und gut — aber nur wenn die Melone wirklich reif ist. Mit einer mittelmäßigen Melone schmeckt es nach Nichts. Rezept kommt wenn ich die Fotos habe.

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That grocery store pod? It was roasted long before it hit the shelf. Coffee starts losing flavor within weeks of roasting — which is why your morning cup tastes flat, no matter how nice your machine is.

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NÄCHSTE WOCHE ➡️ Gemüseauflauf vom Markt — was gerade da ist, kommt rein. Zucchini, Tomate, Paprika, was auch immer. Der Ofen macht den Rest. Dazu ein kurzer Blick auf den Wellant — eine alte Apfelsorte in alter Ernte die die meisten noch gar nicht kennen. Kommt am Wochenende.

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