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Hey!
Du liest Feeding the Family – deinen wöchentlichen Newsletter rund ums Kochen mit und für die Familie. Immer echt, immer regional, immer mit Herz. Hier findest du Ideen fürs Meal Prep, das beste Schulbrot und Inspiration, noch mehr Neues auszuprobieren. Schön, dass du dabei bist ❤️

Und mal ehrlich: Der Familienalltag ist oft ganz schön turbulent – zwischen Job, Kita, Schule und Haushalt bleibt das Kochen manchmal auf der Strecke. Aber genau deshalb sitzen wir alle im selben Boot. Niemand hat immer die perfekte Lösung oder endlos Zeit, und das ist völlig okay. Hier bekommst du Ideen, die einfach umsetzbar sind, den Stress rausnehmen und gleichzeitig allen schmecken. Weil gemeinsames Essen nicht perfekt sein muss, sondern vor allem verbindet.


Los geht’s—Reni

Diese Woche

Ich muss ehrlich sein: Ich hab mich jahrelang vor Biskuitrollen gedrückt. Zu kompliziert, zu viel Aufwand, zu viel was schiefgehen kann. Diese Überzeugung hat mich lange begleitet. Mit den Kindern dan sowieso.

Letzte Woche hab ich es trotzdem versucht. Und das hier ist das Ergebnis; die Zitronenrolle auf dem Foto, die ich selbst gemacht habe. Der Biskuit ist nicht gerissen. Die Creme ist drin geblieben. Und meine Kinder haben sie in weniger als einem Tag weggeessen.

Was ich dabei gelernt habe: Der einzige wirkliche Trick ist das Aufrollen. Den zeige ich dir heute Schritt fĂźr Schritt. Alles andere ist einfacher als du denkst.

Und weil die Zitronencreme sowieso in größerer Menge gemacht wird: Der Rest kommt morgen früh in die Overnight Oats. Einmal rühren, zweimal essen.

Vom Markt

Die Bio-Zitrone — und warum die Schale das Wichtigste ist

Eine Zitrone ist kein Zitronensaft. Das klingt selbstverständlich — ist es aber nicht, wenn man sieht wie oft die Schale weggeworfen wird. Die Schale einer Bio-Zitrone enthält die ätherischen Öle die das echte Zitronen-Aroma ausmachen. Der Saft ist Säure. Die Schale ist Geschmack.

Deshalb ist bio hier keine Lifestyle-Entscheidung sondern eine kulinarische: konventionelle Zitronen werden mit Wachs und Fungiziden behandelt, die auf der Schale bleiben. Wer die Schale isst — und beim heutigen Rezept ist sie der Star — kauft bio.

  • Schale reiben: Immer zuerst — dann erst aufschneiden und auspressen. Wer erst presst, kann nicht mehr reiben. Das ist der häufigste Fehler.

  • Creme kochen: Lemon Curd aus Saft, Schale, Eiern und Butter — hält eine Woche im KĂźhlschrank, lässt sich einfrieren, passt auf alles.

  • Zeste als Deko: DĂźnne Streifen Zitronenschale Ăźber Desserts, Pasta oder Salate — macht aus einfachen Gerichten etwas das aussieht als hätte man sich MĂźhe gegeben.

  • Einkauf& Qualität: Bio, unbehandelt, ungespritzt auf der Schale — das muss draufstehen. Schwere FrĂźchte wählen: mehr Saft. Schale sollte leicht nachgeben wenn man drĂźckt.

  • Lagerung: KĂźhlschrank: bis 3 Wochen. Zimmertemperatur: 1 Woche. Schale vor dem Abrieb nicht waschen mit Seife — nur kurz abspĂźlen und trocknen.

  • Saft maximieren: Zitrone vor dem Pressen 10 Sekunden in der Mikrowelle — gibt deutlich mehr Saft. Oder kurz mit der Handfläche auf der Arbeitsfläche rollen.

  • Kinder& Zitrone: In der Creme mit Butter und Zucker verliert die Säure ihren Schrecken — wird mild, cremig, süßlich-sauer. Fast alle Kinder mĂśgen Lemon Curd beim ersten Versuch.

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Der Saft macht es sauer. Die Schale macht den Geschmack. Beides zusammen macht die Creme.

Gut fĂźr dich

Zitronen sind der konzentrierteste Vitamin-C-Lieferant den man in der Kßche hat, und hat dabei kaum Kalorien. Was drin steckt, und warum die Schale nährstofftechnisch oft wichtiger ist als der Saft.

Heute auf dem Tisch

Jetzt weißt du warum die Schale wichtiger ist als der Saft. Das Rezept heute benutzt beides — und aus der übrigen Creme wird morgen früh das Frühstück.

Selbstgemachte Zitronenrolle mit Lemon Curd & Schlagsahne

Ein Biskuit der sich aufrollt ohne zu reißen, eine Creme die in 10 Minuten fertig ist und Schlagsahne die alles zusammenhält. Das ist alles. Und das auf dem Foto ist das Ergebnis.

So wird’s gemacht

  1. Lemon Curd zuerst — braucht Zeit zum Abkühlen: Eier, Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen — nie aufhören zu rühren, sonst stockt das Ei. Sobald die Masse eindickt und am Löffel haftet (ca. 8–10 Minuten), vom Herd nehmen. Kalte Butter stückweise einrühren bis sie geschmolzen ist. In ein Glas füllen, abkühlen lassen. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank.

  2. Ofen und Blech vorbereiten: Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen, Papier leicht einbuttern.

  3. Biskuit — Eier lange schlagen ist alles: Eier mit Zucker, Salz und Zitronenschale mindestens 5 Minuten mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe schlagen — die Masse soll hell, cremig und deutlich voluminöser werden. Mehl und Backpulver sieben, mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Nicht rühren — heben. Luft drin lassen.

  4. Backen: Teig gleichmäßig auf das Blech streichen (ca. 30x40 cm, dünn und gleichmäßig). 8–10 Minuten backen bis er goldgelb ist und auf Fingerdruck zurückfedert. Nicht überbacken — trockener Biskuit reißt beim Aufrollen.

  5. Der Trick beim Aufrollen — sofort, heiß und mit Papier: Ein frisches Stück Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, leicht mit Puderzucker bestäuben. Biskuit sofort aus dem Ofen nehmen, umgekehrt auf das neue Papier stürzen, altes Papier abziehen. Jetzt sofort — noch heiß — mit dem Papier einrollen. 15 Minuten so abkühlen lassen. Das ist der einzige wirkliche Trick: heiß aufrollen, damit der Biskuit die Form lernt.

  6. Sahne schlagen: Sahne sehr kalt (aus dem Kühlschrank) mit Puderzucker steif schlagen. Zwei Drittel der abgekühlten Lemon Curd unterheben — das restliche Drittel kommt in die Overnight Oats morgen früh.

  7. Füllen und fertigrollen: Biskuit vorsichtig ausrollen. Zitronen-Sahne-Creme gleichmäßig drauf verteilen, 2 cm Rand am Ende frei lassen. Aufrollen — diesmal ohne Papier, fest aber nicht zu fest. Naht nach unten auf eine Platte legen. Mit restlicher Sahne bestreichen. Zitronenzeste obendrauf. Mindestens 1 Stunde kühl stellen.

Bonusrezept für morgen früh 😎

FamilienkĂźche mit System

Drei Dinge aus dieser Woche

  1. Heiß aufrollen — das ist der einzige wirkliche Trick

    Ein Biskuit der kalt aufgerollt wird reißt fast immer. Einer der heiß — direkt aus dem Ofen — mit dem Papier eingerollt und in dieser Form abkühlt, behält die Rundung und reißt beim späteren Befüllen nicht. Das klingt nach Kleinigkeit. Es ist der Unterschied zwischen Erfolg und Frustration. Und es kostet keine extra Zeit.

  2. Lemon Curd immer doppelt machen

    10 Minuten Arbeit, eine Woche Ergebnis. Lemon Curd hält im Kühlschrank 7–10 Tage und macht aus jedem einfachen Frühstück etwas Besonderes — Toast, Joghurt, Overnight Oats, Pfannkuchen. Wer einmal die doppelte Menge macht versteht sofort warum man das immer so macht.

  3. Eier fĂźr Biskuit mĂźssen Zimmertemperatur haben

    Kalte Eier schlagen sich nicht so gut auf — das Volumen bleibt kleiner, der Biskuit wird dichter und reißt leichter. Eier 30 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Das ist alles. Wer das weiß, hat einen Vorteil den man im Ergebnis deutlich sieht.

Reni’s Ecke

  • Was mich diese Woche Ăźberrascht hat: Meine Kinder haben die Zitronenrolle in unter 24 Stunden aufgegessen. Das war nicht der Plan — die Overnight Oats hätten mehr Creme bekommen sollen. Nächstes Mal mache ich wirklich die doppelte Menge.

  • Was ich als nächstes teste: Zitronenrolle mit ErdbeerfĂźllung statt Lemon Curd — weil die Erdbeersaison gerade auf dem HĂśhepunkt ist und die Kombination sich fast zu offensichtlich anfĂźhlt um sie nicht auszuprobieren.

  • Frage an euch: Habt ihr euch auch jahrelang vor Biskuitrollen gedrĂźckt? Und was war der Grund? Antwortet auf diese Mail — ich bin neugierig ob ich allein war.

  • Vom Markt diese Woche: Erste richtige Tomaten der Saison gesehen — noch teuer, noch nicht auf dem HĂśhepunkt. Nächste Woche kommen sie in die Hauptrolle. Versprochen.

Lemon Curd auf Toast mit Frischkäse statt Butter: eine der besten Entdeckungen dieser Woche. Frischkäse dämpft die Säure, Lemon Curd gibt den Süße-Kick — meine Kinder haben morgens aktiv danach gefragt. Einfacher geht Frühstück nicht.

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Ich freue mich Ăźber ehrliches Feedback; Antwortet mir dazu bitte einfach auf diesen Newsletter. Ich lese alles und melde mich so schnell es geht bei euch zurĂźck.

NÄCHSTE WOCHE ➡️ Grillsaison hier bin ich. Ich zeige warum die Tomate nie in den Kühlschrank gehört — und einen Nudelsalat mit Tomate, Rucola und Parmesan der fertig steht während der Grill noch anläuft. Kommt Freitag.


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