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Hey!
Du liest Feeding the Family – deinen wöchentlichen Newsletter rund ums Kochen mit und für die Familie. Immer echt, immer regional, immer mit Herz. Hier findest du Ideen fürs Meal Prep, das beste Schulbrot und Inspiration, noch mehr Neues auszuprobieren. Schön, dass du dabei bist ❤️

Und mal ehrlich: Der Familienalltag ist oft ganz schön turbulent – zwischen Job, Kita, Schule und Haushalt bleibt das Kochen manchmal auf der Strecke. Aber genau deshalb sitzen wir alle im selben Boot. Niemand hat immer die perfekte Lösung oder endlos Zeit, und das ist völlig okay. Hier bekommst du Ideen, die einfach umsetzbar sind, den Stress rausnehmen und gleichzeitig allen schmecken. Weil gemeinsames Essen nicht perfekt sein muss, sondern vor allem verbindet.


Los geht’s—Reni

Diese Woche

Der Sommer ist noch da, aber irgendwas hat sich da schon verschoben. Die Abende sind etwas kühler, die Tomaten am Markt röter und schwerer als noch vor drei Wochen, und ich hab letzte Woche zum ersten Mal seit Monaten wieder den Ofen angemacht ohne dass es ein Kuchen war.

Gnocchi-Auflauf. Alles Gemüse vom Markt und Hofladen vom Bauern. Alles aus dem alten Land an der Nordsee. Was eben gerade da war: Zucchini, Paprika, Tomaten, Spinat. Gnocchi rein, meine Tomatensauce drüber, Käse obendrauf. 30 Minuten Ofen. Das ist was für alle und gibt uns im Grunde immer einen schönen Abend.

Und dazu: der Wellant-Apfel. Eine alte Sorte, alte Ernte, die jetzt in super Qualität zu sehr guten Preisen rausgeht, und zusammen mit dem Kuvings macht er den besten naturtrüben Saft des Jahres. Wer ihn noch nicht kennt—Ran da!

Vom Markt

Der Wellant—die alte Sorte die gerade ihr finales Fenster hat

Der Wellant wird ab Mitte September geerntet und erreicht seine Genussreife etwa vier Wochen später — also ab Oktober. Als Lagerobst hält er bei kühler Lagerung bis in den März, deshalb findet man ihn fast das ganze Jahr. Was das bedeutet: der Wellant auf dem Markt ist meistens Lagerware, und das ist völlig in Ordnung — er hält seinen Geschmack gut. Wer ihn jetzt, kurz vor der frischen Ernte, kauft und presst, bekommt das immer noch fast das Intensivste was er zu bieten hat. Passt auch in einer eiskalten Version perfekt zu den heißen Tagen.

Was ihn besonders macht: er hat einen sehr hohen Polyphenol-Gehalt, der ihm eine angenehme Säure gibt und gleichzeitig viele Apfelallergiker gut vertragen. Und gepreßt ergibt er einen Saft der so konzentriert ist, dass man ihn stark verdünnen muss damit er nicht überwältigt.

  • Saison & Lagerung: Ernte ab Mitte September. Jetzt, Ende Juli, ist noch Lagerware der letzten Ernte erhältlich — in etwa 6 Wochen kommen die ersten frischen der neuen Saison. Als Lagerobst hält er bis in den Sommer ohne viel Qualitätsverlust.

  • Woran man ihn erkennt: Unregelmäßige Form, tiefroter Farbverlauf, intensiver Geruch direkt am Stielansatz. Wer riecht, weiß sofort ob er reif ist.

  • Einfrieren für den Winter: In Spalten einfrieren — für Apfelmus, Kuchen und Saucen bis in den März. Der Geschmack bleibt weitgehend erhalten.

  • Kinder überzeugen: Der Wellant ist süßer als viele andere Herbstäpfel — fast alle Kinder mögen ihn direkt. Als Saft verdünnt der erste Schritt für Kinder die Saft sonst zu intensiv finden. Perfekt als Meal-Prep für unterwegs, fürs Auto, usw..

Einen guten Apfel riecht man bevor man ihn kauft. Beim Wellant riecht man ihn schon vom Stand aus.

Gut für dich

Äpfel gelten als gesund—aber was steckt wirklich drin, und warum macht naturtrüber Saft einen echten Unterschied gegenüber geklärtem? Das Wichtigste in Kürze.

Heute auf dem Tisch

Das Prinzip ist einfach: Gnocchi brauchen keinen Vorkochtopf wenn sie direkt in den Auflauf kommen. Sie garen im Ofen in der Sauce—werden innen weich, oben leicht knusprig. Ein Topf weniger, mehr Geschmack.

Gemüse-Gnocchi-Auflauf — was gerade auf dem Markt steht

Zucchini, Paprika, Tomaten, Spinat — was der Markt gerade hat, kommt rein. Die Tomatensauce verbindet alles, die Gnocchi saugen sie auf, der Käse macht oben eine goldbraune Kruste. Dieser Auflauf schmeckt am zweiten Tag noch besser als am ersten.

Zucchini, Paprika, Tomaten, Spinat — was der Markt gerade hat, kommt rein. Die Tomatensauce verbindet alles, die Gnocchi saugen sie auf, der Käse macht oben eine goldbraune Kruste. Dieser Auflauf schmeckt am zweiten Tag noch besser als am ersten.

So wird’s gemacht

  1. Ofen vorheizen: 200 Grad Ober-/Unterhitze. Auflaufform leicht einfetten.

  2. Gemüse anbraten: Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. Paprika und Zucchini dazugeben, 4–5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten bis sie leicht Farbe bekommen. Spinat zuletzt kurz zusammenfallen lassen.

  3. Sauce aufbauen: Passierte Tomaten und Gemüsebrühe in die Pfanne, Zucker, Oregano, Salz und Pfeffer dazugeben. Kurz aufkochen, 3 Minuten köcheln lassen. Abschmecken — die Sauce sollte kräftig gewürzt sein, die Gnocchi nehmen viel davon auf.

  4. Gnocchi einarbeiten: Rohe Gnocchi direkt aus der Packung unter die Sauce heben — nicht vorkochen. In die Auflaufform füllen, Kirschtomaten obendrauf verteilen.

  5. Käse drüber: Gouda großzügig über den Auflauf streuen — er schmilzt gleichmäßig und gibt eine goldbraune, leicht würzige Kruste. Frische Basilikumblätter obendrauf wenn vorhanden.

  6. Backen: 28–32 Minuten bis der Käse goldbraun blubbert und die Gnocchi weich sind. 5 Minuten ruhen lassen vor dem Servieren.

Familienküche mit System

Drei Dinge aus dieser Woche

  1. Gnocchi nicht vorkochen — direkt in den Auflauf

    Das ist der Schritt den die meisten überspringen weil sie dachten man muss Gnocchi vorher kochen. Muss man nicht. Rohe Gnocchi aus dem Kühlregal kommen direkt in die Sauce und garen im Ofen — sie saugen dabei die Sauce auf und werden innen perfekt weich. Ein Topf weniger, besseres Ergebnis.

  2. Was auf dem Markt steht ist das Rezept

    Der Gnocchi-Auflauf heute hat kein fixes Gemüse; er hat das Prinzip. Sauce, Gnocchi, Gemüse, Käse. Was genau rein kommt entscheidet der Markt oder der Hofladen. Das ist kein Kompromiss sondern das Ergebnis: saisonal, frisch, immer etwas anders. Wer das internalisiert braucht keine Rezepte mehr, nur noch das Prinzip.

  3. Jetzt Lagerware nutzen — in sechs Wochen kommt die neue Ernte

    Der Wellant auf dem Markt Ende Juli ist das letzte der alten Ernte. Ab September kommt die neue — frischer, aromatischer, mit festerem Fruchtfleisch. Wer jetzt presst, presst noch gute Lagerware. Wer ab Oktober presst, presst den Wellant auf seinem Höhepunkt. Beides lohnt sich — aber es ist gut zu wissen wo man gerade im Jahr steht.

Reni’s Ecke

  • Eure Antworten: Die Frage nach Pizza im Heimofen vs. Pizzaofen hat viele Antworten bekommen—die meisten schwören auf einen umgekehrten Backofenboden oder einen Pizzastein. Wer keinen Pizzaofen hat und trotzdem eine knusprige Kruste will: Pizzastein auf höchster Stufe vorheizen, mindestens 45 Minuten. Den Unterschied merkt man sofort.

  • Was ich gerade teste: Kirschsauce herzhaft mit Rotwein und Thymian zu gegrilltem Lammfleisch — der Test läuft, die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Kommt wenn ich sicher bin.

  • Frage an euch: Kennt ihr den Wellant-Apfel schon — habt ihr ihn schon mal bewusst gegessen oder gepresst? Bekommt ihr ihn bei euch auf dem Markt oder in der Gegend? Antwortet auf diese Mail.

  • Timing: Der Sommer verabschiedet sich langsam. Die letzten Tomaten auf dem Markt sind jetzt die besten des Jahres — vollreif, vollsonnig. Jetzt nochmal kaufen und einfrieren oder einkochen.

  • Update vom letzten Mal: Die Kirschmarmelade mit Vanille und Zitronenschale hat jetzt eine Woche gewartet — und sie ist besser als direkt nach dem Einkochen. Marmeladen brauchen Zeit. Mindestens eine Woche, besser zwei, bevor man sie wirklich beurteilen kann.

  • Schnell gelesen: Wollen wir in Deutschland überhaupt noch heimisches Obst: Ein feiner Beitrag vom Vorstand der Bundesfachgruppe Obstbau.

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NÄCHSTE WOCHE ➡️ Kohlrabi — das Gemüse das die meisten zu wenig nutzen. Zwei Rezeptideen: einmal roh und knackig als Salat mit Sesam-Dressing, einmal überbacken aus dem Ofen mit Käsekruste. Beides in unter 30 Minuten. Kommt Freitag.

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