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Hey!
Du liest Feeding the Family – deinen wöchentlichen Newsletter rund ums Kochen mit und fĂŒr die Familie. Immer echt, immer regional, immer mit Herz. Hier findest du Ideen fĂŒrs Meal Prep, das beste Schulbrot und Inspiration, noch mehr Neues auszuprobieren. Schön, dass du dabei bist ❀

Und mal ehrlich: Der Familienalltag ist oft ganz schön turbulent – zwischen Job, Kita, Schule und Haushalt bleibt das Kochen manchmal auf der Strecke. Aber genau deshalb sitzen wir alle im selben Boot. Niemand hat immer die perfekte Lösung oder endlos Zeit, und das ist völlig okay. Hier bekommst du Ideen, die einfach umsetzbar sind, den Stress rausnehmen und gleichzeitig allen schmecken. Weil gemeinsames Essen nicht perfekt sein muss, sondern vor allem verbindet.


Los geht’s—Reni

Diese Woche

Es gibt Gerichte, bei denen der Ofen die Arbeit macht und man selbst fast nichts tun muss. Focaccia ist genau das. Teig zusammenrĂŒhren — wirklich nur rĂŒhren, kein Kneten — Oliven und Tomaten eindrĂŒcken, Olivenöl drĂŒber, 25 Minuten Ofen. Fertig.

Ich hab das letzte Woche gemacht wĂ€hrend der Garten aufgerĂ€umt werden musste. Als ich zurĂŒckkam, roch die ganze KĂŒche nach frischem Brot und gerösteten Tomaten. Das ist einer der besten Momente die ein Zuhause haben kann. Auch top fĂŒrs Meal Prep đŸ’Ș

Und weil wir heute zwei Rezepte haben: Der Cashew-Himbeer-Kuchen am Ende ist vegan, ohne Zucker, und macht sich abends in zehn Minuten — dann in den KĂŒhlschrank, morgen frĂŒh fertig. Kein Backen, keine komplizierten Zutaten.

Vom Markt

Die Olive—warum gutes Olivenöl und gute Oliven nicht dasselbe sind

Oliven und Olivenöl kommen von derselben Frucht — aber sie sind komplett verschiedene Zutaten mit verschiedenen Aufgaben in der KĂŒche. Das Öl ist der TrĂ€ger fĂŒr Aromen, die Olive selbst ist die Textur und der Biss.

FĂŒr die Focaccia heute braucht man beides. Das Olivenöl macht die Kruste knusprig und aromatisch — hier lohnt es sich, ein gutes zu kaufen, weil man es schmeckt. Die eingelegten Oliven geben den salzigen, fleischigen Akzent der das Brot interessant macht.

  • Welche Olive fĂŒr Focaccia: Schwarze Oliven (Kalamata) sind intensiver, grĂŒne milder. Beides funktioniert — gemischt ist das Beste. Wir haben hier diese Woche im Rezept aber nur die schwarzen verwendet 😉

  • Eingelegt kaufen: FĂŒr Backen und Kochen immer eingelegte Oliven verwenden, keine mit Stein — Stein entfernen kostet Zeit und nervt. Hat keiner Bock drauf. Mit Kindern schon gar nicht.

  • Olivenöl-QualitĂ€t: Extra Vergine, erster Kaltpressung — das steht auf dem guten. Beim Backen und als Finish macht der Unterschied sich bemerkbar. Kannst du hier in Berlin sehr gut im Mitte Meer bekommen. Die Auswahl und QualitĂ€t sind sensationell.

  • Warum bio lohnt: Oliven werden intensiv behandelt bei konventionellem Anbau. Bio-Oliven und bio-zertifiziertes Olivenöl sind hier einer der wichtigsten Kaufentscheide in der KĂŒche.

  • Kinder und Oliven: Meistens ein zweiter-Anlauf-Lebensmittel. In der Focaccia eingebacken sind sie milder als roh—guter Einstieg. Ist glaube ich auch ein bißchen ein schwarz weiß Ding. Manche Kinder lieben es und andere kommen da ĂŒberhaupt nicht ran.

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Das Olivenöl macht die Kruste. Die Olive macht den Biss. Beides zusammen macht die Focaccia.

Gut fĂŒr dich

Oliven sind kalorienreicher als die meisten FrĂŒchte — aber die Fette die sie enthalten sind genau die, die der Körper wirklich braucht. Was drin steckt, und warum sie trotz Fett so gesund sind.

Heute auf dem Tisch

Kein Kneten. Kein Formen. Nur RĂŒhren, Ruhen lassen, EindrĂŒcken, Backen. Focaccia ist das entspannteste Brot das es gibt — und das aromatischste.

Focaccia mit Oliven & Tomaten aus dem Backofen

Der Teig ist absichtlich weich und klebrig — das ist richtig so. Nicht mit Mehl nacharbeiten. Die Feuchtigkeit ist der Grund warum Focaccia innen so luftig und außen so knusprig wird. Die TeigstĂ€rke ist hier absolut Geschmacksache. Du musst schauen, dass es nicht zu viel Teig ist, dann wird’s am Ende sehr trocken.

So wird’s gemacht

  1. Teig rĂŒhren — kein Kneten: Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen, 5 Minuten stehen lassen. Mit Mehl, 3 EL Olivenöl und Salz zu einem klebrigen Teig verrĂŒhren — nur bis alles verbunden ist. Abdecken, 60 Minuten gehen lassen.

  2. Blech vorbereiten: Backblech großzĂŒgig mit 2 EL Olivenöl einölen. Teig darauf kippen und mit geölten HĂ€nden vorsichtig in die Ecken drĂŒcken — falls er zurĂŒckspringt, 5 Minuten warten und nochmal versuchen.

  3. EindrĂŒcken: Mit den Fingern tiefe Mulden in den Teig drĂŒcken — das ist der charakteristische Focaccia-Look und kein Fehler. Restliches Olivenöl (1 EL) darĂŒber trĂ€ufeln, es soll in die Mulden laufen.

  4. Belegen: Oliven und halbierte Kirschtomaten in die Mulden drĂŒcken. Knoblauch in dĂŒnne Scheiben schneiden und verteilen. Rosmarin-Nadeln darĂŒber zupfen. Grobes Salz obendrauf.

  5. Backen: Ofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt. 22–25 Minuten backen bis die Focaccia goldbraun ist und die Tomaten leicht karamellisiert sind. Direkt aus dem Ofen noch etwas Olivenöl drĂŒber — das ist der letzte Schritt der alles zusammenbringt.

  6. Ruhen lassen: 5–10 Minuten auf dem Blech abkĂŒhlen lassen bevor man schneidet — die Kruste setzt sich noch.

FamilienkĂŒche mit System

Drei Dinge aus dieser Woche

  1. Focaccia-Teig ist absichtlich klebrig — nie mit Mehl nacharbeiten

    Das ist der hĂ€ufigste Fehler. Ein trockener Focaccia-Teig gibt ein trockenes Brot. Der Teig soll an den HĂ€nden kleben — geölte HĂ€nde lösen das Problem ohne die Konsistenz zu verĂ€ndern. Diese Regel gilt fĂŒr fast alle Fladenbrot-Teige.

  2. Olivenöl am Ende — nicht nur am Anfang

    Das letzte Olivenöl kommt direkt nach dem Backen auf die noch heiße Focaccia. Es zieht sofort ein, macht die Kruste glĂ€nzend und gibt einen frischen, fruchtig-grĂŒnen Ölgeschmack der beim Backen nicht entsteht. Nie weglassen.

  3. Zwei Rezepte, ein Abend — Timing ist alles

    Cashews fĂŒr den Kuchen morgens einweichen, Focaccia-Teig nachmittags ansetzen — dann gehen beide gleichzeitig. WĂ€hrend die Focaccia im Ofen ist, Kuchen-FĂŒllung mixen. Wenn der Kuchen in den TiefkĂŒhler geht, kommt die Focaccia raus. Ein Abend, zwei Ergebnisse.

Reni’s Ecke

  • Eure Antworten: Die hĂ€ufigste fehlende Zutat auf dem Pizza-BelĂ€ge-Tisch von letzter Woche: Rucola frisch drauf nach dem Backen. Notiert — kommt in die nĂ€chste Grill-Ausgabe.

  • Was ich gerade teste: Focaccia mit ZucchiniblĂŒten statt Tomaten — die Saison lĂ€uft gerade. Ergebnis wenn ich sicher bin.

  • Frage an euch: Habt ihr schon mal einen Rohkostkuchen gemacht? Oder klingt das noch zu weit weg? Antwortet auf diese Mail — ich bin neugierig wie weit das Thema bereits angekommen ist.

  • Beim Markt diese Woche: Die letzten Aprikosen der Saison. Wer sie noch findet — kaufen und einfrieren. Im Winter sind sie Gold wert.

    Update vom letzten Mal: AprikosenkonfitĂŒre mit Vanille ist fast fertig — noch nicht ganz zufrieden mit der Konsistenz. Ist auch noch zu sĂŒĂŸ. NĂ€chste Woche mehr.

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